Ähnlichkeiten zu anderen Erkrankungen über das autistische Spektrum hinaus

Aufgrund der verschiedenartigen Symptome ist das Rett Syndrom zu einem Modellsystem geworden, welches Wissenschaftlern hilft, Erkenntnisse über andere Störungen zu erlangen.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates

Menschen mit Rett Syndrom leiden an unterschiedlichen Störungen des Bewegungsapparates, wie Tremor, Dystonie oder Dyskinesie.

Zudem ist die Planung und der Beginn von Bewegungen im Gehirn gemindert, ähnlich der Degeneration, die bei Parkinsonpatienten beobachtet wird.

Beim Rett-Syndrom sowie bei Parkinson führen Veränderungen der Substantia Nigra und des dopaminergen Systems zu ausgeprägten körperlichen Einschränkungen.

Depressionen und Angstzustände

Zusätzlich zu Dopamin ist beim Rett-Syndrom außerdem die Regulation von Serotonin gestört. Der Serotonin-Spiegel beeinflusst die Stimmung, Angstgefühle und Unruhe sowie die Schlafphasen.

Viele Patienten mit Rett-Syndrom leiden an extremen Angstattacken, Unruhe, möglicherweise Depression (genaue Diagnose ist durch die Kommunikationsprobleme eingeschränkt) und Problemen mit den Schlafzyklen.

Störungen der Stressreaktion

Die Stressreaktion auch bekannt als „Kampf oder Flucht“ Reaktion wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert und ist auf komplexe Art mit Funktionen des Gehirns und Immunsystems verknüpft.

Diese Stressreaktion ist bei Menschen mit Rett Syndrom gestört. Eine Aufklärung dieser Unausgeglichenheit, von der Ursache bis zur Weiterleitung, trägt auch zum grundsätzlichen Verständnis der Stressphysiologie( Vorgänge bei Stress) bei.

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.rsrt.org/