Die Verbreitung des Rett Syndroms gegenüber anderen Syndromen und verwandten Erkrankungen

Mehr als ein Prozent der Menschen gehören dem Autismus Spektrum an: 0,39% haben frühkindlichen Autismus, 0,77% eine Tiefgreifende Entwicklungsstörung wie das Asperger-Syndrom und das Rett Syndrom. Damit haben 1,16% der Menschen eine Erkrankung im Autismus Spektrum.

Angelmann Syndrom entsteht aufgrund einer seltenen Genbesonderheit auf dem Chromosom 15 die unter anderem mit psychischen und motorischen Entwicklungsverzögerungen, kognitiver Behinderung, Hyperaktivität und einer stark reduzierten Lautsprachentwicklung einhergeht. Sowohl Jungen und auch Mädchen können davon betroffen werden. Das Angelmann Syndrom tritt mit einer Häufigkeit von 1 : 15.000 bis 1: 20.000 auf. Oft wird es fälschlicherweise als Autismus diagnostiziert.

Chorea Huntington (Huntington-Krankheit) tritt mit einer Häufigkeit von 5 – 10 : 100.000 auf. Damit handelt es sich um eine der häufigsten neurologischen Erbkrankheiten. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen.

Fragiles-X-Syndrom (FXS) Ursache einer der häufigsten erblicher kognitiven Behinderung ist eine genetische Veränderung auf dem X Chromosom eine Mutation des Gens FMR1. Tritt mit einer Häufigkeit bei Frauen von 1:8000 und bei Männern von 1:4000 auf.

Das Prader-Willi-Syndrom ist die häufigste, auf ein Syndrom zurückführbare Ursache für eine Fettleibigkeit. Es handelt sich dabei um eine seltene genetisch bedingte Erkrankung, die durch das gemeinsame Vorhandensein hormonell bedingter Störungen, wie der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Minderwuchs, Fettsucht, Unfruchtbarkeit, aber auch eingeschränkter Intelligenz gekennzeichnet ist. Weltweit leiden etwa 350.000 bis 400.000 Menschen am Prader-Willi-Syndrom. Die Angaben zur Häufigkeit in verschiedenen Ländern schwanken stark zwischen 1:8.000 und 1:45.000 Einwohnern. Frauen und Männern sind etwa gleich häufig betroffen.